Donnerstag, 10. März 2016

Erste Begegnung oder auch Liebe auf den ersten Blick?



Auch wenn es diesen Februar bereits 4 Jahre her ist, dass Chilli und ich erstmals aufeinander trafen, kann ich mich an diese erste Begegnung noch erinnern, als wenn sie erst gestern stattgefunden hätte. Und genau davon möchte ich euch heute erzählen. :-)



[Vornweg muss ich erwähnen, dass mein Dad bereits lange bevor wir in unser eigenes Haus gezogen sind, in einer Zeitung ein  Bild eines Hundes entdeckt hatte, welchen er so toll fand, dass er sagte: „So ein stattlicher Hund zieht mal bei uns ein, wenn Haus und Grundstück fertig sind.“ Das Problem an der Sache: Unter dem Bild standen keine weiteren Angaben, um was für eine Rasse es sich bei diesem Hund handelte. Also wurden fleißig Hundeleute befragt und unsere Tierärzte des Vertrauens interviewt, aber keiner wusste Rat, sodass mein Dad das Bild nach ca. 2 Jahren aus seinem Portemonnaie mit dem Seufzer: „Wahrscheinlich doch ein seltener Mischling.“ verabschiedete.]






Ich war gerade dabei mir die Reitstiefel von meinen Füßen zu streifen, als ich im Putzkasten das Klingeln meines Handys vernahm und auf einem Bein durch die Stallgasse hüpfte. Schon beim Abnehmen bemerkte ich, dass meine Mum ziemlich freudig und aufgeregt war und bevor ich etwas sagen konnte meinte sie auch schon: „Du musst unbedingt auf dem Heimweg auf Arbeit vorbeikommen, wir haben eine ganz süße Hündin hier! So eine, wie Dad schon immer haben wollte!!!“


Ich glaube ich hatte noch nie so schnell die Bandagen meines Pferdes gewickelt und das Sattel- und Putzzeug im Spint, wie an diesem Tag. *grins*
Schnell noch dem Pferdchen ein Küsschen zwischen die Nüstern und eine Möhre in die Schnuti gedrückt und ab ging`s.

Unterwegs rief meine Mum noch einmal an: „Ähhhm Jule… erschreck nicht, sie ist ein bisschen größer und kräftiger als unsere (ehemaligen) Rottis…“ *lach*

Langsam öffnete ich die Bürotür und da stand sie: eine bildhübsche, etwas magere Hündin, mit eingeklemmter Rute, aber dennoch neugierigen, rehbraunen Knopfaugen. Ich ging in die Hocke, streckte ihr meine Hand entgegen und versuchte sie zu locken. Mit zitternden Hinterbeinen kam sie langsam näher, blieb erneut stehen, reckte ihr Näschen in die Luft und versuchte meinen Geruch aufzunehmen [roch ich ja noch ganz interessant nach Pferd *ha ha*]

Langsam wendete ich mich von ihr ab und es dauerte nicht lange, bis ich ihr Näschen vom Rücken bis zu meinem Nacken hochwandern spürte. Ein warmer Hauch überströmte meine Wange und von da an war das Eis gebrochen. Ich konnte mich umdrehen, sie überall berühren und streicheln und eine viertel Stunde später lagen wir bereits Seite an Seite, mitten im Büro meiner Eltern, eine Pfote quer über meiner Brust.  [ein Glück es war schon so spät, dass niemand mehr vorbei kam]

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass wir zusammen gehörten und ich um diesen Hund und sein Herz kämpfen möchte, egal was sie in ihren ersten zwei Lebensjahren schon erlebt hatte…


 

Alles Liebe!
Chilli´s Frauchen Jule