Freitag, 27. Mai 2016

Suchst du noch, oder fotografierst du schon?


Wir freuen uns, euch heute unseren ersten Gastbeitrag auf That´s Chilli präsentieren zur dürfen. :-)
Kennt ihr Nicole vom Hundeblog Moe & Me? Vor knapp zwei Wochen schrieb Nicole mich an, mit welchem Objektiv ich denn die schönen Wasserbilder von Chilli einfange und ich berichtete ihr von unserem Tamron AF 70-300, welches schon bald bei Nicole und Moe einziehen wird. Im Gegenzug berichtete sie mir von ihrem bisherigen Lieblingsobjektiv, dem  Nikkor 50mm 1:1,8 G. Die Idee, daraus gleich einen Gastbeitrag zu gestalten war geboren. Na, seid ihr auch auf der Suche nach einer geeigneten Festbrennweite, mit welcher ihr eure Lieblingsfellnase ins rechte Licht rücken könnt? Dann klickt euch rein!



Wie versprochen geben wir euch auch noch den Gewinner unseres Gewinnspiels bekannt. ;-)

Nicoles erstes Bild mit dem  Nikkor 50mm 1:1,8 G. Wir finden es kann sich absolut sehen lassen.

Welches Objektiv braucht man für die Hundefotografie?

 

Ein Hundeblog lebt nicht nur von guten Texten, sondern auch von guten Fotos. Ersteres bekommt man noch mit wenig Investition gut selber hin, die Fotos jedoch sind eine Herausforderung für sich.

Seit 2010 blogge ich auf Moe & Me, die ersten Artikel hatten teilweise überhaupt keine Fotos. So nach und nach entwickelte sich ein eigener Stil und spätestens nach Einzug des ersten Smartphones gab es auch endlich Fotos auf dem Blog.

Aber was für welche! Natürlich spielte nicht nur die Qualität der Kamera eine Rolle, sondern definitiv auch mein Blick. Denn obwohl ich damals schon viel fotografiert und sogar in der Schule eigene Fotos in der Dunkelkammer entwickelt hatte – ich hatte keine Ahnung, wie ich Moe richtig in Szene setzen sollte.

Als ich mir letztes Jahr endlich gut überlegt hatte, was für eine Kamera es werden soll, begann ich automatisch, mich mehr für die Hundefotografie zu interessieren. Lernte wertvolle Tipps, wie: Sich auf Augenhöhe bewegen, neue Perspektiven ausprobieren, Unschärfe, Augen hervorheben, etc.

Also schnappte ich mir meine neue Nikon D3300 inklusive Kit-Objektiv und fing an, zu fotografieren. Jedoch: Der manuelle Modus ist am Anfang ganz schon tricky. Wenn man sich nicht mit dem Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und Iso auseinandersetzen möchte, dann wird das nichts.

Trotzdem merkte ich, dass ich mit dem 18-55 mm Nikkor Kit-Objektiv so gar nicht zurechtkam. Dieser schöne Hintergrund, den die anderen zauberten, den wollte ich auch!

Also begann ich, mich wieder zu belesen und überlegte, was ich denn wohl haben wollen würde, welches Objektiv für mich geeignet wäre.






 
Spielspaß und Fliegeohren bei Moe. Bei so einem Anblick kann jedes Frauchen- und Herrchenherz nur höher schlagen! <3




Die Festbrennweite: Mit 50 mm zum schönen Bokeh

 

Was ich von meinem neuen Objektiv erwartete: schneller Autofokus (ich wollte Moe ja auch in Bewegung fotografieren), hohe Lichtstärke (um die Iso nicht unnötig hochschrauben zu müssen), dennoch preisgünstig.

Ich wusste ja nicht, ob mich die Fotografie tatsächlich dauerhaft begeistern würde und wollte daher nicht gleich 500 € für ein neues Objektiv ausgeben – ohne zu wissen, was mich tatsächlich erwarten würde. Ich entschied mich also für das Nikkor 50mm 1:1,8 G, das, weil ich es an einer DX-Kamera nutze, 75mm bei Kleinbild entspricht.
Es ist kein Geheimnis: Jetzt noch, fast ein Jahr später, bin ich immer noch total verliebt in das kleine Ding. Diese Festbrennweite ist ein Träumchen, das Bokeh ist wunderschön, egal ob draußen oder drinnen – es macht einen guten Job. Da es sehr leicht ist (185g) und klein, ist es mein „Immer-drauf-Objektiv“ und ich kann es für den Einstieg wirklich nur empfehlen.

 
Mittlerweile knipst Nicole auch die ein oder andere Fellnase und bringt deren Besitzeraugen zum Strahlen. ;-)

 


Hunde fotografieren mit der Festbrennweite

 

Mein Hauptanliegen war bei der Festbrennweite, gute Fotos von Moe machen zu können und zwar in nahezu jeder Situation. Mittlerweile fotografiere ich auch andere Hunde, um mein Können und Wissen erweitern zu können.

Denn es ist schon ein Unterschied, ob ein Hund groß oder klein ist, ob er schnell oder langsam ist und wie die Fellfärbung ist (generell sind schwarz-weiße Hunde schon eine große Herausforderung, da immer geschaut werden muss, dass nicht ein Bereich total absäuft bzw. überstrahlt).

Nach einem Jahr kann ich feststellen: Für den Anfang ist die Festbrennweite durchaus eine lohnenswerte Investition. Dauerhaft wird man bei bewegten Hundefotos damit aber nicht glücklich, denn: Durch die fehlende Möglichkeit zu Zoomen, hat man immer nur einen kleinen Bereich, in dem der Hund „formatfüllend“ abgebildet wird.

Es erfordert schon ein bisschen Fingerspitzen-Gefühl und am Anfang habe ich mich richtig darüber geärgert, dass Moe fast in mich reinlaufen muss, um ein „Nah-dran“ –Foto von ihm in Bewegung zu bekommen.

Mit ein bisschen Übung klappt das aber ganz gut. Trotzdem fotografiere ich Moe draußen so wie drinnen am Liebsten sitzend/stehend/liegend, da ich dort den Ausschnitt gut wählen kann und Moe auch so auf dem Foto habe, wie ich es möchte – ohne das ich am Rechner nachher noch groß beschneiden müsste.

Daher wird wohl in geraumer Zeit ein Telezoom einziehen. Entschieden habe ich mich bereits, es wird das Gleiche werden, dass auch Jule benutzt und über das sie heute auf meinem Blog auch berichtet.

Ob ich damit dauerhaft zufrieden sein werde, wird sich zeigen. Genau aus dem Grund habe ich mich aber auch für ein kostengünstiges Modell entschieden, falls ich mit dem Zoom doch so gar nicht klar komme.

Noch eine Anmerkung zu der Indoor-Fotografie: Mit dem 50mm auf einer DX-Kamera braucht man Platz. Das hat mich manchmal auch geärgert, denn wenn ich Moe komplett auf dem Foto haben möchte, muss ich schon sehr weit zurück gehen.

Daher wird vielleicht irgendwann einmal (wenn das Geld da ist ;-) ) das Sigma 35mm 1,4 einziehen. Aber das ist noch in weiter Ferne.



 

Gründe, warum ich nicht mit dem Kit-Objektiv fotografiere

 

Das beigelegte Kit-Objektiv meiner Kamera, das Nikkor 18-55mm, schließt in Tests gar nicht so schlecht ab. Mir persönlich ist die Abbildungsleistung zu matschig und gerade in den Randbereichen (18 mm und 55mm) gefällt es mir gar nicht. Bei 55mm liegt die Offenblende dann auch gerade mal bei 5,6, was für mich deutlich zu wenig ist (vor allem für Portraits).

Kurzum: Ich bin mit dem Kit-Objektiv überhaupt nicht warm geworden, ich kann es mir gut für Landschaftsfotografen vorstellen, aber für Portraits oder Hunden in Bewegung ist es meiner Meinung nach nichts.

 


Fazit: Festbrennweite und Hundefotografie klappt!

 

Ob eine Festbrennweite das Richtige für dich ist, solltest du natürlich ausprobieren. Meiner Meinung nach kann man mit einem 50 mm oder 85 mm überhaupt nichts falsch machen und gerade am Anfang schult der „Turnschuh-Zoom“ ungemein. Man muss sich mehr Gedanken darüber machen, wo man steht, wann man auslöst und lässt sich nicht durch das Zoomen ablenken.


Trotzdem ist das natürlich immer eine Geschmacksfrage: Mit einem Telezoom bekommt man auch eine schöne Schärfentiefe, das Bokeh sieht auch toll aus. Ich bin jedenfalls gespannt, wie und ob das Telezoom von Tamron mich genau so überzeugen kann, wie es das bei Jule getan hat.

Ein kleiner Nachteil noch bei Festbrennweiten: Wenn man sich darauf festlegt, sind die Kosten deutlich höher, da man für unterschiedliche Situationen eventuell immer ein anderes Objektiv braucht (Entfernung, Makro, etc.).

Außerdem braucht ein Objektivwechsel immer seine Zeit und man sollte sich genau überlegen, wie viel man denn immer mitschleppen möchte. Gerade bei etwas spezielleren Brennweiten (Weitwinkel-Bereich) sind vielleicht nicht alle für ein „Immer-drauf“ geeignet.

Mein 50mm und ich sind auf jeden Fall dicke Freunde und bisher könnte ich nicht sagen, dass irgendein Objektiv dieses jemals ersetzen könnte. :-D




 

 


Na wer zwinkert uns denn da entgegen?!? :D




Meine Erfahrungen über das Tamron AF 70-300 könnt ihr übrigens hier lesen: klick

Liebe Nicole, auch auf diesem Weg bedanken wir uns noch einmal recht herzlich für diese tollen Erfahrungsaustausch.
Aber nun wollen wir euch nicht noch länger auf die Folter spannen, sondern geben euch eeendlich den Gewinner unseres Gewinnspieles bekannt. ;P
Glücksfee Chilli hat gezogen: Einen freudigen Luftsprung dürfen Lily und Jussi machen! Herzlichen Glückwunsch ihr Zwei!
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