Mittwoch, 25. Mai 2016

Wenn die Schleppleine zur Gefahr wird

Moment mal, wie jetzt?!!! Die Schleppleine zur Gefahr? Wie geht denn das bitte? Sollte sie nicht hilfreich sein und wird von den meisten Hundemenschen über den goldenen Klee gelobt? Ein Hoch auf den, welcher sie erfunden hat! Und nun so ein Post hier?


Ja, auch ich benutze bei Chilli regelmäßig eine Schleppleine und möchte diese in unserer Ausstattung wirklich nicht mehr missen, so viel steht fest! Auch ich habe bis vor kurzem noch keine Gefahren in dieser gesehen. Das änderte sich, nachdem mir meine Freundin folgende Geschichte erzählte, an welcher ich euch teilhaben lasse um zu warnen, dass auch eine Schleppleine zur Gefahr werden kann. Klickt euch rein!





Es sollte ein schöner und gemütlicher Spaziergang werden. Eigentlich...
Der Raps stand hoch und blühte in seiner strahlend gelben Sonnenfarbe. Fleißige Bienchen und Hummeln gingen emsig ihrer Arbeit nach. In der Luft lag ein lieblicher Frühlingsduft. Der Wind wehte sanft durch die Haare und Lariks Fell.




Es war Brut- und Setzzeit, sodass auch Larik seine Räubertouren stets an der Schleppi verbrachte, welche an seinem Geschirr eingehakt war. Super vorbildlich, werden sich jetzt die meisten von euch denken. Natürlich ist es vorbildlich, aber habt ihr schon einmal daran gedacht, was passiert, rutscht euch die Schleppi aus versehen einmal aus der Hand? Ich ehrlich gesagt noch nicht, bis meine Freundin mir erzählte, dass genau dies ihr mit Larik schon passiert sei.


Larik preschte mit vollem Elan mitten in den Raps, welcher zu diesem Zeitpunkt schon sehr hoch stand, mitsamt seiner Schleppi.




"Muss man eben hinterher!" wird sich der ein oder andere von euch jetzt sicherlich denken und zum Zeitpunkt, an welchem der Raps noch nicht hoch steht und das Feld noch überschaubar ist, ist dies vielleicht noch gut möglich. Doch muss ich wohl nicht näher beschreiben, was für riesig große Rapsfelder es gibt, welche man nicht einfach mal so nach seinem Liebling absuchen kann und erst Recht nicht, wenn der Raps bereits größer als man selbst es ist steht und man somit nicht die geringste Orientierung hat, sollte man in Erwägung ziehen, seinem geliebten Vierbeiner zu folgen.


Allein der Gedanke, die geliebte Fellnase verkommt irgendwo mitten im Raps ganz elendig, weil sie sich mit Geschirr und Schleppi so stark verfangen hat, dass sie weder vor noch zurück kommt, läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken, vom Gedanken die ersten Mäharbeiten haben bereits begonnen, mal ganz zu schweigen!!!

Ein schöner Hingucker ist der Raps im Frühling, gar keine Frage. Aber habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, zu welcher Gefahr er sich für eure Lieblinge entwickeln kann?



Würden eure Hunde nach euch rufen?     

Bei Chilli wäre ich mir ganz sicher, dass sie auf mein Rufen hin reagieren und Bellen würde, ist sie nicht mehr in der Lage, sich selbst zu befreien. Dies hat glücklicherweise auch Larik gemacht, sodass meine Freundin ihn ohne Schaden und mit einem großen Schock davon gekommen, wieder befreien konnte.
Doch gibt es Hunde, welche sich nicht bemerkbar machen würden, bzw. gar nicht können, bedenkt man, dass es zwei Hunderassen gibt, welche gar nicht bellen können. Was dann?!?




Vorsicht geboten, aber keine Angst vor Schleppleinen!

Ich möchte mit diesem Beitrag ganz und gar nicht erreichen, dass die Schleppleine jetzt verteufelt wird, denn ihre Vorteile überwiegen klar und deutlich und auch ich möchte sie in unserer Chilli- Ausstattung wirklich nicht mehr missen.
Ich möchte aufmerksam auf die mögliche Gefahr machen. Bei uns kommen nur Schleppleinen zum Einsatz, welche eine Handschlaufe besitzen, durch welche ich mit der Hand durchfahren kann und somit einen festeren Halt habe. Auch aus dieser kann ich raus rutschen, keine Frage, wobei wir wieder beim Thema "Passieren kann immer und überall etwas!" wären, ist aber dennoch geringer, als eine Schleppleine ohne solch eine Handschlaufe.
Da die Biothane- Leinen besonders bei Regen und Matschwetter zum Einsatz kommen, gleichzeitig aber auch sehr rutschig werden und schneller einmal aus der Hand gleiten als im trockenen Zustand, empfiehlt es sich, Anti- Rutsch- Handschuhe zu tragen.
Sollte man an einem Tag eh schon ein schlechtes Bauchgefühl haben und unkonzentriert und geschafft sein, stirbt der Hund auch nicht, läuft er einen Spaziergang einmal an der kurzen Leine. Somit hat man zumindest sein Bestes gegeben, um Vorzusorgen. ;-)



Wie sieht es bei euch aus? Hattet ihr ebenfalls schon einmal so ein Schockerlebnis, bzw. habt euch in diesem Zusammenhang überhaupt schon einmal Gedanken darüber gemacht?