Mittwoch, 3. August 2016

Liebling des Tages #08

Eigentlich hatte ich für heute einen ganz anderen Beitrag vorbereitet und eigentlich hatte ich gar nicht vor, dieses Bild noch einmal so hervor zu heben, denn die meisten von euch kennen es bereits und man kann es ja z.T. auch schon in unserem Header betrachten. Doch dann kommt manchmal alles anders als geplant. Kennt ihr bestimmt, oder?
Jedenfalls begann alles mit einer einfachen Facebook Nominierung gestern Abend. Der Aufgabe zu folgend und schlichtweg nur ein Bild zu posten fand ich langweilig, kann schließlich jeder... ;-) Also habe ich angefangen zu schreiben, warum ausgerechnet dieses Bild, was es mir bedeutet und was ich damit verbinde. Und da die Nominierung zum einen auf meinem private Account statt fand und ich zum anderen weiß, dass es auch Leser unter euch gibt, welche nicht auf Facebook aktiv sind, teile ich meine Gedanken zu diesem Bild auch hier auf unserem Blog noch einmal. ;-)



Ich wurde nominiert, 1 Foto zu posten, das mich glücklich macht, ein Hunde-Besitzer zu sein.
Unsere Hunde sind so besonders.





Dieses Bild ist im August letzten Jahres entstanden, nur wenige Tage nach dem Einzug meiner Nikon. Geknipst hat es der Lieblingsbruder - Danke an dieser Stelle noch einmal ;-)

Für mich zeigt dieses Bild wieder einmal mehr, dass man auch mit einem Boerboel ganz viel Freude haben und Quatsch machen kann, aber❗️
Man muss seine Geschichte, seinen Charakter und seine Sprache sowohl lesen, als auch verstehen können. Mir ist bewusst, dass ich solange ich Chilli haben werde, immer wieder gefragt und schief angeschaut werde:
"Der spielt nicht? Das gibt es doch gar nicht! Jeder Hund spielt und sucht Kontakt zu anderen Hunden! Gefährlich schaut der auch schon aus, nehmen Sie den mal lieber weg...!"

Ja, Chilli ist kein Hund, welcher auf den Kontakt zu anderen Artgenossen angewiesen ist oder sich viel daraus macht. Solange sie bei ihren Lieblingsmenschen sein kann, ist sie glücklich und mal ganz ehrlich: Würdet ihr anders sein, wenn ihr bis zu eurem zweiten Lebensjahr keine artgerechte Sozialisierung genossen habt und für Tage/ Wochen/ Monate hinter Gittern in einen Zwinger abgeschoben wurdet? Ich glaube kaum!



Warum gehe ich dann trotzdem regelmäßig mit anderen Hunden spazieren und auf den Hundeplatz?
Damit Madame beibehält, dass ich bestimme, wann, wo und mit wem wir Kontakt haben und spazieren gehen und das sie die Hunde auf dem Hundeplatz nicht lieben und mit ihnen spielen, aber respektieren muss. Außerdem machen wir immer tolle Übungen, es ist eine schöne Abwechslung und den einen Tag in der Woche meiner Meinung nach absolut zu vertreten.
Wie schrieb eine liebe Leserin und ebenfalls Boerboel - Besitzerin bereits auf dem Blog: >>Ein Boerboel ist kein Hund, welcher einfach so nebenher läuft, einen Boerboel lebt man<< - Wahre Worte, welche ich nur bestätigen kann. ;-)



Ich kenne viele liebe und auch fachkundige Hundemenschen, doch kann ich nicht jedem, trotz Umgang und Erfahrung, Chilli anvertrauen und bitten sie zu betreuen oder mit ihr spazieren zu gehen, sollte ich einmal verhindert sein. Mit folgendem ist zu rechnen:

Variante 1: Chilli bewegt sich keinen Meter aus dem Haus/Grundstück und denkt sich "Na mit dir ganz bestimmt nicht - du gehörst nicht zu den mir vertrauten und respektierenden Menschen... oder

Variante 2: "Also wenn ich schon mitkomme, dann bestimme und zeige ich dir hier mal, wo entlang wir spazieren gehen..."

Ich bin ein großer Martin Rütter Fan, mag sein Konzept und stehe dahinter, doch auch hier mussten wir schon die Erfahrung machen, dass Hundetrainer nicht gleich Hundetrainer ist und auch einer von Martin Rütter's D.O.G.S. nicht im geringsten Chilli's Sprache lesen konnte. Aber so ist das eben und für mich war es wieder einmal eine Erfahrung wert. ;-)



Abschließend kann ich also sagen, dass ich sehr glücklich über alle Menschen bin, welche dem Boerboel und auch allen anderen Hunden gegenüber offen und nicht vornweg eingenommen sind und sehr froh darüber, dass es auch liebe Hundemenschen gibt, welche meine kleine Zimtzicke hier verstehen und lieben gelernt haben, so wie ich es Stück für Stück getan und mich mit diesem wundervollen Hund zu einem Team entwickelt habe, denn glaubt mir - auch ich bin mehr als nur einmal an meine Grenzen gekommen, saß zahlreiche Abende heulend auf meinem Bett und dachte ich werde diesem Hund nie gerecht...
Mit viel Liebe, Zeit, Kraft und Geduld sind wir letztendlich zu dem Team geworden, welches wir heute sind - und gießen sogar die Gartenblumen zusammen. ;D


Habt auch ihr solche Bilder, welche für euch eine ganz besondere Bedeutung haben / einen gemeinsamen Weg darstellen? Dann zeigt mal her! Wir sind gespannt! ;-)